Goldbraun gratinierter Käse, darunter Schichten von cremiger Bechamel, kräftigem Ragù und seidigen Pastaplatten – eine klassische Lasagne ist Wohlfühlessen mit Tiefgang. Wer einmal das Schichten verstanden hat, bekommt jedes Mal ein perfektes Ergebnis aus dem Ofen. Mit selbstgemachtem Ragù, frischer Bechamel und ein paar Tricks beim Aufbau entsteht ein Auflauf, der mit dem Original aus der Emilia-Romagna mithalten kann.
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Vorbereitung
30 Min
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Kochzeit
45 Min
⏲
Gesamt
75 Min
🍽
Portionen
6 Pers.
⭐
Schwierigkeit
Mittel
Zutaten
Für die Lasagne
12–15
Lasagneplatten (ohne Vorkochen)
1 kg
Bolognese (siehe Rezept Bolognese)
150 g
Parmesan, gerieben
100 g
Mozzarella, in Würfeln
Für die Bechamelsauce
60 g
Butter
60 g
Mehl
700 ml
Vollmilch
1 Prise
Muskatnuss, frisch gerieben
nach Geschmack
Salz und weißer Pfeffer
Zubereitung
1
Für die Bechamel die Butter schmelzen, Mehl einrühren und 2 Minuten unter Rühren anschwitzen, ohne dass es braun wird. Milch nach und nach mit dem Schneebesen einrühren und 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.
2
Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform (ca. 30 x 20 cm) leicht mit Bolognese ausstreichen.
3
Erste Schicht: Lasagneplatten, dann Bolognese, dann Bechamel, dann etwas Parmesan. Schichtung 6–7 mal wiederholen.
4
Letzte Schicht ist Bechamel, gefolgt von reichlich Parmesan und den Mozzarellawürfeln.
5
Auflaufform mit Alufolie abdecken und 30 Minuten backen. Folie entfernen und weitere 15 Minuten goldbraun gratinieren.
6
Aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten ruhen lassen – sonst zerläuft die Lasagne beim Anschneiden.
Eine echte Lasagne braucht mindestens fünf, idealerweise sieben Schichten.
Tipps
Vor dem Anschneiden mindestens 10 Minuten ruhen lassen. Heiß ist die Lasagne noch zu flüssig und zerfällt auf dem Teller.
Bechamel muss richtig flüssig sein, sonst werden die Lasagneplatten nicht gar. Lieber etwas zu dünn als zu dick.
Frischer Parmesan vom Stück macht den entscheidenden Unterschied gegenüber dem geriebenen aus der Tüte.
Variationen
Lasagne mit frischen PlattenHausgemachte Eierteig-Platten kurz blanchieren und schichten – etwas mehr Aufwand, deutlich bessere Konsistenz.
Vegetarische Gemüse-LasagneBolognese durch Schichten aus gegrilltem Gemüse, Spinat und Ricotta ersetzen. Bechamel und Parmesan bleiben.
Weiße Lasagne (Lasagne bianche)Komplett ohne Tomaten, dafür mit hellem Pilzragout und mehr Bechamel – sehr elegant.
Lasagne mit Spinat und LachsBolognese ersetzen durch gedünsteten Blattspinat und gewürfelten Räucherlachs – feinere, schnellere Variante.
Nährwerte
Nährwerte pro Portion (ca. 320 g)
Kalorien
640 kcal
Eiweiß
34 g
Kohlenhydrate
50 g
Fett
30 g
Salz
2,7 g
Werte sind Durchschnittsangaben.
FAQ
Lasagneplatten vorkochen oder nicht?
Heute gibt es fast nur noch Platten ohne Vorkochen – sie ziehen die Flüssigkeit aus Ragù und Bechamel und werden so gar. Wichtig ist nur, dass beide Saucen genug Flüssigkeit haben.
Wie viele Schichten braucht eine Lasagne?
Mindestens 5, klassisch sind 7. Mehr Schichten machen die Lasagne intensiver und feinporiger. Weniger als 5 Schichten ergeben einen Auflauf, keine richtige Lasagne.
Kann ich Lasagne vorbereiten?
Ja, bis zu 24 Stunden vor dem Backen aufschichten und im Kühlschrank lagern. Backzeit dann um 10 Minuten verlängern, weil sie kalt in den Ofen kommt.
Wie bewahre ich Reste auf?
Im Kühlschrank 3 Tage. Eingefroren in Portionen bis zu 3 Monate. Aufwärmen im Ofen bei 160 °C mit etwas Alufolie obendrauf, damit sie nicht austrocknet.