Wolkenleicht auf der Zunge, mit zarter Kartoffelnote und perfekten Rillen für die Sauce – selbstgemachte Gnocchi haben mit den dichten Kugeln aus der Plastikpackung im Supermarkt nichts gemein. Das Original aus Norditalien braucht nur drei Zutaten, gelingt aber nur mit dem richtigen Kartoffel-Trick. Mehlig kochende Kartoffeln, möglichst wenig Mehl im Teig und ein leichtes Händchen beim Kneten machen den Unterschied zwischen Wolke und Klumpen.
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Vorbereitung
30 Min
🔥
Kochzeit
15 Min
⏲
Gesamt
45 Min
🍽
Portionen
4 Pers.
⭐
Schwierigkeit
Mittel
Zutaten
1 kg
mehlig kochende Kartoffeln
200–250 g
Mehl Type 405
1
Ei (Größe M)
1 TL
Salz
1 Prise
Muskatnuss
nach Bedarf
Mehl zum Bestäuben
für die Salbeibutter
80 g
Butter
12 Blätter
frischer Salbei
50 g
frisch geriebener Parmigiano
Zubereitung
1
Kartoffeln mit Schale in Salzwasser 25–30 Minuten weichkochen. Abgießen und 5 Minuten ausdampfen lassen.
2
Noch heiß pellen und durch die Kartoffelpresse direkt auf die Arbeitsfläche drücken. So flach wie möglich verteilen, damit der Dampf entweichen kann.
3
Kartoffeln 10 Minuten abkühlen lassen. Salz, Muskat und das verquirlte Ei darüber geben.
4
Mehl langsam dazugeben und vorsichtig verkneten. Aufhören, sobald ein homogener Teig entsteht – je weniger Mehl, desto leichter werden die Gnocchi.
5
Teig in 4 Portionen teilen und zu fingerdicken Strängen rollen. In 2 cm lange Stücke schneiden. Jedes Stück über eine Gabel oder ein Gnocchi-Brett rollen, damit die typischen Rillen entstehen.
6
In sprudelnd kochendem Salzwasser 2–3 Minuten kochen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. In der Zwischenzeit Butter mit Salbei schmelzen. Gnocchi abgießen, kurz in der Salbeibutter schwenken und mit Parmesan servieren.
Mit der Gabel oder einem Gnocchi-Brett bekommen sie die typischen Rillen, an denen die Sauce hängenbleibt.
Tipps
Mehlig kochende Kartoffeln sind Pflicht. Festkochende enthalten zu viel Wasser und verlangen mehr Mehl – Gnocchi werden dann zäh.
Möglichst wenig Mehl verwenden. Je näher an 200 g bei 1 kg Kartoffeln, desto luftiger die Gnocchi.
Teig nicht zu lange kneten. Sobald er zusammenhält, aufhören – sonst aktiviert sich das Gluten und die Gnocchi werden gummiartig.
Variationen
Ricotta-GnocchiStatt Kartoffeln 500 g Ricotta verwenden, plus 150 g Mehl, 1 Ei und 50 g Parmesan. Schneller in der Zubereitung, etwas zarter im Biss.
Spinat-Gnocchi (Gnudi)200 g blanchierten Spinat fein hacken und zum Kartoffelteig geben. Wird grün und leicht herzhaft, klassisch toskanisch.
Kürbis-GnocchiKartoffeln durch 500 g Hokkaido-Püree ersetzen. Wird süßlich-orange, ideal mit Salbeibutter und Walnüssen.
Gnocchi mit Gorgonzola-Sauce100 g Gorgonzola mit 100 ml Sahne und etwas Brühe zu einer Sauce schmelzen. Mit Walnüssen und Birne servieren – Klassiker Norditalien.
Nährwerte
Nährwerte pro Portion (ca. 280 g (mit Sauce))
Kalorien
445 kcal
Eiweiß
12 g
Kohlenhydrate
68 g
Fett
14 g
Salz
1,4 g
Werte sind Durchschnittsangaben.
FAQ
Welche Kartoffeln sind die richtigen?
Mehlig kochende Sorten wie Adretta, Augusta oder Bintje. Sie haben weniger Wasser und mehr Stärke, dadurch brauchst du weniger Mehl und die Gnocchi werden luftiger. Festkochende oder vorwiegend festkochende Sorten ergeben dichte, klebrige Gnocchi.
Warum sind meine Gnocchi klebrig oder zäh?
Drei häufige Ursachen: zu viel Mehl im Teig, zu nasse Kartoffeln (zu lange im Wasser) oder zu intensives Kneten. Kartoffeln nach dem Kochen gut ausdampfen lassen und nur so viel Mehl nehmen, dass der Teig gerade zusammenhält.
Kann ich Gnocchi vorbereiten?
Ja. Geformte Gnocchi auf einem bemehlten Brett auslegen und für 30 Minuten ins Tiefkühlfach geben, bis sie fest sind. Dann in einen Beutel umfüllen und bis zu 2 Monate einfrieren. Tiefgefroren direkt ins kochende Wasser geben, 1 Minute länger kochen.
Was passt zu Gnocchi am besten?
Klassisch Salbeibutter mit Parmesan – simpel und perfekt. Auch Tomatensauce, Gorgonzola-Sauce, Pesto Genovese oder Bolognese harmonieren gut. Wichtig: Die Sauce nicht zu schwer machen, sonst gehen die zarten Gnocchi unter.