Karotte, Lauch und ein Rest Kartoffel im Kühlschrank, dazu vielleicht noch eine welke Stange Sellerie – aus solchen Resten entsteht in 30 Minuten eine Gemüsesuppe, die mit fertigen Konserven nichts gemeinsam hat. Das Grundprinzip ist immer gleich: Zwiebel anbraten, festes Gemüse zuerst, zartes später, mit Brühe aufgießen. Mit diesem 4-Schritt-Konzept brauchst du kein festes Rezept – nimm das, was da ist, und mache eine warme Mahlzeit für unter 2 € pro Portion.
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Vorbereitung
10 Min
🔥
Kochzeit
20 Min
⏲
Gesamt
30 Min
🍽
Portionen
4 Pers.
⭐
Schwierigkeit
Einfach
Zutaten
Schritt 1: Aromaten
1
Zwiebel
2
Knoblauchzehen
2 EL
Olivenöl
Schritt 2: Festes Gemüse (zuerst)
3
Karotten
1 Stück
Sellerieknolle (200 g)
400 g
Kartoffeln
Schritt 3: Zarte Sorten (später)
1 Stange
Lauch
200 g
Zucchini oder Erbsen
1 Bund
Petersilie oder Schnittlauch
Schritt 4: Würzen
1,2 L
Gemüsebrühe
nach Geschmack
Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt, Muskat
optional
Sahne oder Frischkäse für mehr Cremigkeit
Zubereitung
1
Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und beide 5 Minuten glasig dünsten – nicht bräunen.
2
Karotten, Sellerie und Kartoffeln in 1 cm große Würfel schneiden und zum Soffritto geben. 3 Minuten anschwitzen.
3
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und Lorbeerblatt dazugeben. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln, bis das feste Gemüse bissfest ist.
4
Lauch in Ringe schneiden, Zucchini würfeln. Zarte Gemüse dazugeben und weitere 5–8 Minuten kochen, bis alles gar ist.
5
Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat abschmecken. Wer mag, gibt einen Schuss Sahne oder einen Klecks Frischkäse dazu.
6
In tiefe Teller füllen und mit gehackter Petersilie oder Schnittlauch garnieren. Mit Brot oder Crostini servieren.
Reste verwerten ohne System – Hauptsache zuerst die festen Sorten, dann die zarten in den Topf.
Tipps
Reihenfolge ist alles. Festes Gemüse (Karotte, Sellerie, Kartoffel) zuerst, zartes Gemüse (Lauch, Zucchini, Erbsen) am Ende. So wird nichts matschig.
Selbstgemachte Gemüsebrühe macht den Unterschied. Wer Reste sammelt: 30 Minuten lang Karottenenden, Lauchstrünke und Sellerieabschnitte in Wasser kochen und abseihen.
Pürieren oder stückig lassen? Beides geht. Wer pürieren möchte, nimmt vorher 1 Tasse Gemüse heraus und gibt sie nach dem Pürieren wieder dazu für die Optik.
Variationen
Cremig pürierte VarianteAlles mit dem Stabmixer pürieren und einen Klecks Sahne unterrühren. Wird zu einer cremigen Hauptmahlzeit, ideal für Kleinkinder.
Mit EinlageKlare Brühe absieben und mit Backerbsen, Eierstich oder Maultaschen servieren – die klassische Markstücken-Suppe.
Asiatische Note1 EL Ingwer und 2 EL Sojasauce dazugeben, mit Reisnudeln und Sesamöl servieren. Aus der Reste-Suppe wird eine Pho-Style-Suppe.
Mediterrane VarianteMit 1 Dose Tomaten, 1 Zucchini und 1 Aubergine plus frische Kräuter (Basilikum, Oregano) – wird zur Minestrone.
Nährwerte
Nährwerte pro Portion (ca. 380 g)
Kalorien
165 kcal
Eiweiß
5 g
Kohlenhydrate
22 g
Fett
6 g
Ballaststoffe
6 g
Werte sind Durchschnittsangaben.
FAQ
Welches Gemüse passt nicht in die Suppe?
Sehr wässriges Gemüse wie Salat oder rohe Tomaten in großen Mengen verwässern die Suppe. Bittere Sorten (Chicorée) bringen ungewollte Schärfe. Sonst funktioniert fast alles – mit der richtigen Reihenfolge.
Wie kann ich die Suppe kräftiger machen?
Mehr Wurzelgemüse (Karotte, Pastinake, Sellerie) und etwas länger köcheln. Auch 1 EL Tomatenmark anrösten bringt Tiefe. Wer mag, gibt einen Parmesan-Rinde mit ins Kochwasser – sehr italienisch.
Was tun, wenn die Suppe geschmacksarm ist?
Drei Stellschrauben: mehr Salz (oft zu wenig), einen Schuss Säure (Essig, Zitrone), oder Umami (Sojasauce, Hefeflocken, Parmesan). Eine Kombination aus allen drei rettet jede Suppe.
Wie lange hält Gemüsesuppe?
Im Kühlschrank 3 Tage, eingefroren 3 Monate. Beim Aufwärmen kurz aufkochen, nicht lange köcheln. Cremig pürierte hält etwas länger, weil sie homogen ist.