Eine dampfende Schüssel mit dunkelbraunen Linsen, dazu Würstchen, knusprige Speckwürfel und ein Schuss Essig zum Schluss – Linsensuppe ist Soulfood im besten Sinne. Sie wärmt von innen, sättigt nachhaltig und schmeckt am zweiten Tag noch besser als frisch gekocht. Mit Wurzelgemüse, Speck und dem typischen Säurespritzer aus Apfelessig entsteht eine Suppe, die nach Großmutter-Küche schmeckt und in 60 Minuten auf dem Tisch steht.
⏱
Vorbereitung
15 Min
🔥
Kochzeit
45 Min
⏲
Gesamt
60 Min
🍽
Portionen
4 Pers.
⭐
Schwierigkeit
Einfach
Zutaten
250 g
Tellerlinsen (braune Linsen)
150 g
geräucherter Bauchspeck
2
Wiener Würstchen
1
Zwiebel
2
Karotten
1/4
Knollensellerie
1 Stange
Lauch
2
Kartoffeln
2 EL
Tomatenmark
1,5 L
Gemüse- oder Rinderbrühe
2 Lorbeerblätter
2 EL
Apfelessig
nach Geschmack
Salz, Pfeffer, Majoran
Zubereitung
1
Linsen 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen, dann abgießen. Speck in Würfel schneiden, Zwiebel fein hacken, Karotten, Sellerie und Lauch in 1 cm große Würfel schneiden.
2
Speckwürfel in einem großen Topf bei mittlerer Hitze auslassen, bis sie knusprig sind. Zwiebel dazugeben und 3 Minuten glasig dünsten.
3
Karotten, Sellerie und Lauch dazugeben und 5 Minuten anschwitzen. Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten.
4
Linsen, Lorbeerblätter und Brühe dazugeben. Aufkochen und bei mittlerer Hitze 30 Minuten köcheln lassen.
5
Kartoffeln in Würfel schneiden, dazugeben und weitere 10 Minuten kochen. Würstchen in Scheiben schneiden und 5 Minuten vor Ende dazugeben.
6
Mit Salz, Pfeffer und Majoran abschmecken. Zum Schluss den Apfelessig einrühren – das gibt der Suppe den typischen säuerlichen Akzent.
Linsensuppe schmeckt am zweiten Tag intensiver – ruhig die doppelte Menge kochen.
Tipps
Tellerlinsen brauchen keine 8 Stunden Einweichzeit. 30 Minuten reichen, dann gehen sie schneller weich.
Apfelessig oder ein Spritzer Weinessig zum Schluss ist Pflicht. Erst die Säure bringt die typische Linsensuppen-Note.
Am zweiten Tag schmeckt sie noch besser. Lieber direkt die doppelte Menge kochen.
Variationen
Vegetarische LinsensuppeSpeck und Würstchen weglassen, dafür einen Esslöffel geräuchertes Paprikapulver verwenden. Das bringt die rauchige Note ins Gericht.
Mit MettwurstKlassisch norddeutsche Variante. Eine Mettwurst (200 g) mitgaren und vor dem Servieren in Scheiben schneiden.
Schwäbische Linsen mit SpätzleLinsen nur leicht andicken und mit selbstgemachten Spätzle und Saitenwürstchen servieren – Klassiker der schwäbischen Küche.
Mit roten LinsenRote Linsen brauchen keine Einweichzeit und kochen in 15 Minuten weich. Die Suppe wird cremiger, weniger körnig.
Nährwerte
Nährwerte pro Portion (ca. 480 g)
Kalorien
410 kcal
Eiweiß
22 g
Kohlenhydrate
42 g
Fett
18 g
Ballaststoffe
8 g
Werte sind Durchschnittsangaben.
FAQ
Müssen Linsen eingeweicht werden?
Bei Tellerlinsen reichen 30 Minuten in kaltem Wasser, das verkürzt die Kochzeit. Rote Linsen und Belugalinsen müssen gar nicht eingeweicht werden. Nur große Sorten wie Berglinsen profitieren von mehreren Stunden Einweichzeit.
Welche Linsensorte eignet sich am besten?
Tellerlinsen sind der Klassiker – sie behalten Biss und werden nicht matschig. Wer cremiger mag, nimmt rote Linsen. Berglinsen und Belugalinsen sind feiner, aber teurer.
Warum kommt Essig in die Suppe?
Die Säure hebt die erdigen Aromen der Linsen und macht das Gericht runder. Erst am Ende dazugeben, weil sich beim Kochen ein Teil des Aromas verflüchtigt. Apfel- oder Weinessig funktioniert beides.
Wie lange hält Linsensuppe?
Im Kühlschrank 3 bis 4 Tage. Eingefroren bis zu 3 Monate – die Konsistenz bleibt überraschend gut erhalten. Beim Aufwärmen etwas Wasser oder Brühe nachgießen, weil sie eindickt.